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Moos- und Algenbewuchs am Mauerwerk bekämpfen

Abgelegt unter: Heimwerken — Joern at 12:09 pm on Montag, März 5, 2007

Moose, Algen, Flechten und Schimmelpilze sind auf Feuchtigkeit angewiesen und treten meist nur dort auf, wo zumindest über einen gewissen Zeitraum des Jahres Maueroberflächen feucht sind. In der Regel werden die Putze nicht zerstört, doch können sie die Farbbeschichtung erheblich schädigen.
Man muss die verschiedenen Organismen nicht unbedingt auseinanderhalten können um sie zu bekämpfen: meist schimmern Moose grünlich, Flechten dagegen eher grau-grün oder gelblich, Je nach Art sind Algen grünlich oder grau, Schimmelpilze oft grau bis schwarz. Die Sporen und Samen dieser Organismen befinden sich in der Luft und werden vom Wind vertragen.
Eine Bekämpfung erfolgt in drei Stufen: mechanische Beseitigung, Imprägnierung des Mauerwerks mit fungiziden Mitteln und fungizide Einstellung der Farbbeschichtung.

1. Arbeitsschritt
Für die mechanische Reinigung kleinerer Flächen verwendet man am besten eine Drahtbürste. Sind die Oberflächen sehr empfindlich, empfielt sich die weichere Messingbürste. Besonders ovale Drahtbürsten mit einer Schlaufe ermöglichen ein leichteres Arbeiten. Die mechanisch gereinigten Flächen spült man mit einem Wasserschlauch.

Tip
Organismen lassen sich in der Regel besser entfernen, wenn sie feucht sind. Daher sollte man die Oberfläche vor der mechanischen Reinigung gut anfeuchten.
Sind die zu reinigenden Flächen so groß, dass eine mechanische Reinigung mit einer Drahtbürste nicht sinnvoll erscheint, nimmt man am besten einen Hochdruckreiniger, den es in jedem Werzeugverleih oder Baumarkt für ein paar Euro zu leihen gibt. Unter Umständen benötigen solche Geräte einen Starstromanschluss. Nach der mechanischen Reinigung sollte die Wand soweit austrocknen, dass sie eine fungizide Lösung gut aufsaugen kann. Bei warmen wetter dauert das einige Stunden, bei kühler Witterung teilsweise auch länger.

Arbeitsschritt
Nun sollte die fungizide Lösung angemischt werden und satt auf das Mauerwerk gestrichen werden. Dabei sind die Verarbeitungsrichtlinien der jeweiligen Herstellen unbedingt zu beachten. Am besten man verwendet Mittel, die gegen die ganze Bandbreite von Organismen wirken. Nach dem Anstrich sollte die Mauer soweit austrocknen, dass die Oberfläche relativ trocken ist.

3. Arbeitsschritt
Zur Farbbeschichtung verwendet man eine fungizid eingestellte Farbe, oder man mischt zur Farbe fungizide Bestandteile zu. Zudem gibt es Produkte, die gleichzeitig als Sanierlösung für das Mauerwerk und als Farbzusatz verwendet werden können. Nun muss die Fläche mit einer Bürste oder einer Malerrolle beschichtet werden.
In einigen Fällen kann man vorbeugende Maßnahmen treffen, nämlich das Mauerwerk vor allzu hoher Feuchtigkeitsbelastung schützen und im Sockelbereich Drainageschotter vorsehen. In manchen Fällen ist das schwieriger, so bei hoher Feuchtigkeitsbelastung durch geringe Dachüberstände.
Sicherer Umgang mit fungiziden Lösungen
Meist sind diese Lösungen ätzend. Daher sollte man vorsichtig arbeiten und eine Schutzbrille sowie Handschuhe tragen!




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