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Schäden an Tapeten ausbessern

Abgelegt unter: Heimwerken, Malerarbeiten — Joern at 11:51 am on Mittwoch, Februar 21, 2007

Tapeten sind vergleichsweise empfindliche Wandbeläge, jedoch lassen sich in vielen Fällen Schäden gut ausbessern.
Tapeten werden mit Tapetenkleister an der Wand verklebt. Leichte, mittlere und schwere Tapeten benötigen ein unterschiedliche Konsistenz des Kleisters. Die Tapetenbahnen werden mit einer Bürste eingeleimt und anschlissend “weichen”: leichtere Tapeten einige Minuten, schwerere Tapeten bis zu 20 Minuten. Dabei dehnen sie sich leicht aus. Während des Trocknes an der Wand ziehen sie sich wieder leicht zusammen. Somit geben sie eine straffe Oerfläche.

Sehr oft lösen sich Tapeten nur an bestimmten Stellen von der Wand. Das liegt meist daran, dass zu wenig Kleister aufgetragen oder der Untergrund ungenügend vorbereitet wurde. Gelöste Nähte werden leicht angehoben, mit einem Pinsel wird vorsichtig Kleister eingebracht. Nach einer kurzen “Durchweichzeit”, drückt man die Stellenmit einem sauberen Lappen, einer Tapetenbürste oder mit einem Nahtroller vorsichtig und möglichst faltenfrei an. Wichtig ist, den überquellenden Kleister zu entfernen, da dadurch glänzende Stellen entstehen können.
Problematischer wird die Behandung von Blasen. Mit einer Spritzflasche oder einer kleinen Spritze wird verdünnter Kleister in die Blase eingespritzt, unter sanften Druck verteilt und nach einer gewissen Weichzeit mit einem Tuch oder einer Bürste vorsichtig angedrückt.
Alternativ besteht auch die Möglichkeit mit einem scharfen Cuttermesser einen Schnitt auszuführen und anschliessend den Kleister einzubringen. Allerdings bleibt der Schnitt auf einigen Tapeten sichtbar.

Rauhfasertapete lässt sich im Gegensatz zu Mustertapeten gut ausbessern, da die Reparaturstellen durch einen Neuanstrich überdeckt werden. Nähte und Blasen werden wie bei der Papiertapete repariert. Soll in bestimmte Fällen ein Tapetenstück ersetzt werden, weil z.B. die Tapete durch ein Möbelstück beschädigt wurde, sollte man ein Ersatzstück mit gleicher oder ähnlicher Körnung verwenden. Bei glattgeschnittenen Rauhfasertapeten sind Überlappungen deutlich zu erkennen. Weniger auffällig sind Ansatzstellen durch Reißen der Rauhfaser. Zuvor sollte das zu entfernende Tapetenstück mit Wasser eingeweicht werden. Man entfernt das Tapetenstück durch Reißen entlang eines langen Spachtels.
Das einzusetzende Tapetenstück wird mit Kleister eingestrichen und ebenso entlang eines Spachtels möglichst passgenau gerissen. Mit einem Nahtroller werden die Kanten fest angedrückt. Lücken werden durch Aufbringen von Spachtelmasse geschlossen und mit einem Pinsel angepasst. Verspachtelte Stellen, z.B. von Dübellöchern, werden so an den Untergrund angepasst, dass sie nach dem Anstrich nicht mehr sichtbar sind. Zuerst verpresst man das Loch. Ist die Spachtelmasse leicht angetrocknet, nimmt man einen kleinen nassen Pinsel mittlerer Härte und passt die Spachtelmasse der Oberfläche der Rauhfasertapete an. Anschliessend werden alle Kanten mit Farbe satt vorgestrichen.
Bestimmte Verunreinigunge schlagen bei Rauhfasertapete auch nach dem neuanstrich immer wieder durch, z.B. ölige Verschmutzungen, manche Filzstifte oder auch Versottungsflecken am Kamin. Haftet die Verunreinigung an der Oberfläche, kann man das Tapetenstück austauschen oder die Stelle mit Sperrlack bzw. einem Sperranstrcih behandeln, notfalls auch mit einem im Haushalt vorhandenen Klarlack. Bei stärkeren Verschmutzungen aus dem Untergrund, wie Versottungen, ist das Ablösen der Tapete deutlich über den sichbaren Schaden hinaus zu empfehlen, ein mehrmaliger Sperranstrich und anschliessend eine Neutapezierung.

So vermeidet man Schäden an Tapeten:

  • Tapeten immer nach der Beanspruchung auswählen. Für stark beanspruchte Tapeten gibt es wisch- und scheuerfeste tapeten.
  • Bei Rauhfasertapeten wisch- und scheuerfeste Farben verwenden oder die Oberfläche mit Tapetenlack behandeln.
  • Frische Putz- und Spachtelstellen mit Makulatur vorbehandeln. Nur geeignete Kleister verwenden und die Tapete an allen Stellen kontrollieren, ob diese mit Kleister benetzt sind.



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Weitere hilfreiche Heimwerker Tipps:

  • Kleine Löcher in der Wand schnell ausbessern
  • Tapeten selbst gestalten
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  • Tapeten für den Wohnbereich
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