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Löten

Gespeichert unter: Heizung & Sanitär — Joern at 5:21 on Donnerstag, Februar 28, 2008

So mach versierter Heimwerker schreckt vor den “heißen Verbindungen” zurück. Daher ist das Löten als Einstieg in diese Materie gut geeignet. Die Technik ist nicht schwierig - sorgfältige Vorbereitung des Werkstücks und richtiges Erwärmen vorausgesetzt. Welche Grundregeln um das “Spiel” mit dem Feuer sonst noch wichtig sind, gibt es nachfolgend zu lesen.

Das Wirkungsprinzip

Beim Löten werden wie beim Schweißen metallische Werkstoffe unter Einwirkung von Hitze miteinander verbunden. Und doch passiert an den Fügezonen etwas grundsätzlich unterschiedliches. Während beim Schweißvorgang die Werkstücke selbst bis in den flüssigen Bereich erwärmt werden und unlösbar miteinander verschmelzen, bleiben die Metalle beim Löten im festen Zustand. Sie werden durch ein hinzugefügtes drittes Metall, das geschmolzene Lot, verbunden, indem dieses in die feinsten Oberflächenporen der Werkstücke eindringt. Hier spricht man von einer Legierung. (Weiterlesen …)


Elektrisch schweissen

Gespeichert unter: Heimwerken, Metallarbeiten — Joern at 9:42 on Freitag, Februar 23, 2007

Beim elektrischen Schweissen wird die Hitze durch einen Lichtbogen zwischen Werkstück und Elektrode erzeugt.

Damit das möglich ist, müssen Werkstück und Elektrode mit einem Schweisstrafo verbunden sein. An das Werkstück wird die Masse angeklemmt, der andere Pol endet am Elektrodenhalter, in den man eine zum Werkstoff und zur Materialdicke passende Elektrode einsetzt.
Gleichzeitig stellt die Elektrode den Schmelzstoff dar - sie brennt bei der Arbeit ab. Beim Verbrennen des Elektrodenmantels werden Gase freigesetzt, die ähnlich wie die Hüllflamme beim Autogenschweissen die Schmelze vor Oxydation schützen. Vor dem Schweissen muss der Schweissstrom auf die Elektrodenstärke eingestellt werden. Als Richtwert gilt je mm Elektrodendurchmesser ein Strom von 30 bis 40 Ampere. Anschliessend führt man die Elektrode an das Werkstück heran und zündet den Lichtbogen durch leichtes Auftupfen auf die Naht. Dabei ist darauf zu achten, dass man nicht mit der Elektrode klebenbleibt. Zündet der Lichtbogen nicht, streicht man mit der Elektrode einige Male leicht über das Werkstück, um so Oxydation von der Spitze zu reiben.
Beim Schweissen führt man die Elektrode ruhig und gleichmäßig über die Naht, so dass der Lichtbogen immer etwas vor der Schmelze bleibt. Auch hier sollte vor dem Fertigstellen der Naht das zu verbindende Werkstück an einigen Stellen angepunktet werden. Eine gute Naht ist daran zu erkennen, dass sie gleichmäßig mit einem nicht zu dicken Wulst gefüllt ist, keine Schlackeeinschlüsse aufweist und keine Löcher enthält. Äusserlich aufsitzende Schlacke wird mit dem Schlackehammer entfernt. Allzu dicke Schweissnähte werden auch hier mit dem Winkelschleifer gesäubert.
Bei einigen Werkstücken muss mit einem Schutzgas geschweisst werden. Hier wird neben der Elektrode ein Gas auf die Schweissstelle geblasen, das die Schmelze völlig frei von Sauerstoff hält. Entweder verwendet man hier beim MIG(Metall-Inert-Gas)-schweissen ein Gas, das neutral bleibt wie Argon, oder man arbeitet beim MAG(Metall-Aktiv-Gas)-schweissen mit CO², das am Schweissvorgang mitwirkt.
Sicherheitshinweis:
Der Lichtboge ist so hell, dass er beim Hineinsehen die Netzhaut der Augen schädigen würde. Deshalb ist beim Schweissen immer mit einem Schweissschild oder einer Schweisshaube mit geschwärzten Glas zu arbeiten.

Autogen schweissen

Gespeichert unter: Heimwerken, Metallarbeiten — Joern at 4:40 on Mittwoch, Februar 21, 2007

Mit Brenngas und Sauerstoff kann man eine Vielzahl von dauerhaften Metallverbindungen herstellen.

Beim Schweisen werden die zu verbindenden Kanten der Werkstücke geschmolzen und gehen beim Erkalten eine feste Verbindung ein. Je nach Anwendung muss ein Schmelzstoff zugegeben werden, der dem Werkstoff entspricht.
Beim Schweissen hat sich, wegen seines hohen Energiegehaltes, Acetylen als Brenngas durchgesetzt. Um eine ausreichende Temperatur zu erhalten, muss Sauerstoff hinzugeführt werden. Beide Gase werden im Brenner zusammengeführt. Man beginnt mit dem Zündvorgang, indem zuerst das Sauerstoffventil aufgedreht wird und dann das Brenngasverntil. Nun zündet man die Flamme. Die Flamme ist dann richtig eingestellt, wenn sie gleichmäßig brennt und der innere weiße Flammenkegel etwa 8 bis 10 mm lang ist. Das Mischungsverhältnis der Gase wird an den Ventilen des Brenners eingestellt.
Geschweisst wird mit der Spitze des weißen Flammenkegels. Der äußere blaue Kegel, die sogenannte Hüllenflamme, schirmt die Schweissstelle vom Luftsauerstoff ab und verhindert das Oxydieren. Man beginnt die Naht, indem man zunächst beide Verbindungskanten erwärmt. Ist der Schmelzpunkt erreicht Stahl zeigt dann eine hellgelbe Farbe), geht man mit der Kegelspitze bis auf wenige mm an die Naht heran und schmelzt die Kanten der Naht auf. Mit der anderen Hand führt man den Schweissdraht an die Naht und stößt in leicht in die Schmelze. So werden zunächst einige Schweisspunkte gesetzt. Ist die Naht zusammengeheftet, kann fertiggeschweisst werden.
Dazu führt man den Brenner von rechts nach links über die Naht, so dass das Schmelzbad immer ein kleines Stück vor dem Brenner im Fluss ist. Hier git man mit dem Schweissdraht Schmelzstoff zu. Nachdem die Schweissnaht erkaltet ist, wird eventuell vorhandene Schlacke mit dem Schlackehammer entfernt. Anschliessend putzt man alle zu wulstigen Nähte mit dem Winkelschleifer.

Einige Sicherheitstipps:

  • Gasflaschen werden immer stehend aufbewahrt und vor allem werden sie nur stehend in Betrieb genommen!
  • Auf die Kennfarben ist zu achten: Sauerstoffflaschen sind blau gekennzeichnet, Acetylen gelb.
  • Auch die Gasschläuche sind gekennzeichnet: Blau für Sauerstoff, rot für Brenngas.