Umwälzpumpe überprüfen und austauschen
Die Umwälzpumpe hält den Kreislauf des Heizungswassers zwischen Heizkessel und Heizkörpern aufrecht. Das warme Voraufwasser wird nicht mehr in die Heizkörper transportiert, wenn sie ausfällt. Die Wohnung bleibt also kalt. Entweder kann der Fehler in der Zuleitung, in der Pumpe selbst oder im elektrischen Teil der Anlage liegen. Er kann aber auch mechanische Ursachen haben. Man geht wie folgt vor, wenn man den Eindruck hat, dass die Pumpe nicht arbeitet.
- Mit der einen Hand wird aussen an die Pumpe und mit der anderen an ein Anschlußrohr gefasst. Sind die Anschlußrohre kalt und ist dagegen die Pumpe war oder heiß, hat sich der Anker verklemmt und der durch die Wicklungen ließende Strom heizt das Gehäuse auf.
- An der Stirnseite der Pumpe sitzt eine Schraube, um die ein Pfel gemalt ist, der die Drehrichtung der Pumpe angibt. Bevor die Schrauben gelockert werden, müssen die Absperrventile vor und hinter der Pumpe geschlossen werden. Die Schraube kanne nun mit einem kräftigen Schraubenzieher entfernt werden.
- Eine geringe Menge Wasser kann nun aus dem freiwerdenden Loch austreten. Am Ende des Ankers befindet sich ein Loch bzw. Schlitz in dem man nun einen kleineren Schraubenzieher einführt, um mit einigen Drehungen in Pfeilrichtung die Pumpe wieder frei bekommt. Die Pumpe muss sich wieder selbstständig drehen, wenn noch Spannung anliegt. Die Verschlußschraube wird wieder angeschraubt und die Absperrventile wieder geöffnet.
Ist der Fehler damit nicht behoben, muss der elektrische Anschluß überprüft werden.
- Über dem elektrischen Anschluß der Pumpe wird die Abdeckung entfernt um mit einem Spannungsprüfer (Duspol) wird kontrolliert, ob Spannung anliegt. Sollte dies nicht der Fall sein, muss der Fehler in der Steuerung oder Zuleitung liegen. Wenn Spannung anliegt und die Pumpe jedoch nicht arbeitet, muss sie ausgetauscht werden.
- Der Hauptschalter wird dazu ausgeschaltet und es muss noch einmal überprüft werden, ob die Stromzufuhr unterbrochen ist. Die Kabel werden abgeklemmt und man sollte sich vorsichtshalber die Positionen der einzelnen Anschlüsse notieren. Die beiden Absperrventile vor und hinter der Pumpe werden jetzt zugedreht. Sollten diese bei der Anlage nicht vorhanden sein, muss das Wasser der Heizungsanlage abgelassen werden.
- Es genügt bei einer baugleichen Austauschpumpe nur den Motorblock mit dem Turbienrad auszuwechseln. Die Schrauben werden dazu am Turbinengehäuse gelöst und man kann den Motorblock herausnehmen. In umgekehrter Reihenfolge erfolgt der Einbau. Es sollte nicht vergessen werden, eine neue Dichtung einzusetzen und den Sitz für die Dichtung vorher zu reinigen.
- Es muss der komplette Pumpenblock ausgebaut werden, wenn man eine Austauschpumpe anderer Bauart hat. Man benötigt dazu zwei schwere Rohrzangen, mit denen die Verschraubung ober- und unterhalb des Turbinengehäuses gelöst wird.
- Die Pumpe kann nun herausgenommen werden udn der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Zwischen die Verschraubungen müssen auf jeden Fall neue Dichtringe eingesetzt werden. Nachdem die Absperrventile geöffnet und die Pumpe angeschaltet wurde, steigt die darin eingeschlossene Luft nach oben und muss gegebenenfalls an einem der Entlüftungsventile abgelassen werden. Sollten Stratprobleme bei der neuen Pumpe auftreten, muss die Kontrollschraube geöffnet und die Pumpe mit dem Schraubenzieher in Gang gebracht werden. Ob der Heizungskreislauf nachgefüllt werden muss, kann man am Manometer ablesen.