Gewinde abdichten
Vor dem Verschrauben mit den Fittings müssen Rohr- wie Aussengewinde von Armaturen mit Dichtungsmitteln belegt werden.
- Mit einem alten Eisensägeblatt muss das Gewinde aufgerauht werden, bevor Hanf oder auch Dichtungsbänder aufgebracht werden. Mit dem Eisensägeblatt wird quer über die Gewindegänge gefahren, und zwar mehrere Male über den gesaten Umfang des Gewindes. Das verhindert, dass sich das Dichtungsmaterial beim Einschrauben zurückdreht und nicht zwischen Aussen- und Innengewinde gelangt.
- Hanf ist ein Naturprodukt, das sich bei Feuchtigkeit ausdehnt. Besonders bei Wasserinstallationen hat sich diese Eigenschaft bewährt, da Hanf bei Wasserleitungen durch Quellung immer mehr abdichtet. In einem kleinen Bündel Hanf werden die Hanffäden aus dem “Zopf” gezogen und beginnend am Anfang des Rohrs (Gewinde) gleichmäßig rechtsherum aufgewickelt.
Trotzdem streicht man zusätzlich eine Dichtungsmasse (Fermit) über die aufgewickelten Hanffäden. Ein Tropfen Öl oder Fett erfüllt den gleichen Zweck. Es gibt auch Dichtpasten, die die Verschraubung ohne Hanf sicher abdichten. - Als Alternative wird heute das leicht zu verarbeitende Dichtungsband aus Weichplastik verwendet. Das Nachteilige daran ist, dass die Verbindung nach dem Einschrauben nicht mehr bewegt werden soll und eine nachträgliche Korrektur nicht mehr ohne weiteres möglich ist.