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Schlitze und Deckendurchbrüche herstellen

Bauen,Heizung & Sanitär — Joern at 3:29 pm on Mittwoch, Oktober 24, 2007

Die mühsame Herstellung von Mauerschlitzen und Deckendurchbrüchen mit Hammer und Meißel oder entsprechenden Elektrowerkzeugen sollten zumindest bei Neubauten endgültig der Vergangenheit angehören. denn durch gute Planung lassen sich Schlitze und Mauerdurchbrüche für Rohrleitungen bereits beim Rohbau berücksichtigen: Schlitze werden gemauert; Deckendurchbrüche bei der Herstellung von Betondecken durch Einlegen eines Blocks aus Hartschaum freigehalten. Das ist auch bei Fertigteildecken möglich. Nicht unterschätzt werden sollte die Einsparmöglichkeit durch die Schlitzplanung: Einige Euros dürften da gegenüber einer nicht so gut geplanten Anlage schon zusammenkommen .
Im Grunde kommt es nicht nur auf die Herstellung der Schlitze an. Man sollte sich bei der Planung bereits Gedanken machen, wo eine sinnvolle Kombination mit anderen Rohrleitungen (z. B. Warm-, Kaltwasser oder auch Abwasserrohre) möglich oder sinnvoll ist.
Schlitze für wasserführende Rohre sollten nicht in Außenwänden verlegt werden, da hier die Wärmeverluste wesentlich höher sind und bei wenig benutzten Rohren und Kaltwasserrohren zudem Frostgefahr besteht.
Schlitze müssen so geplant werden, dass die Rohrleitungen sowie eine genügend dicke Schicht von Dämmmaterial Platz haben. Darüber hinaus muss eventuell noch eine Putz-, oder Putzträgerschicht hineinpassen.
Ein Beispiel: Für ein Rohr mit einer Nennweite von 25 mm muss die Dämmschicht mindestens 30 mm stark sein. Zweimal 30 mm ergeben mit dem Rohrdurchmesser bereits eine erforderliche Schlitztiefe von etwa 9 cm. Werden die Schlitze mit Holzwolle-Leichtbauplatten verschlossen, müssen darüber hinaus noch mindestens etwa 30 mm berücksichtigt werden, so dass man auf eine Schlitztiefe von 12 cm kommt. Das entspricht der Breite von kleinformatigen Mauersteinen. Diese Schlitztiefe kann vom Maurer durch Aussparung gut hergestellt werden. Auch bei Altbausanierungen kann man große Schlitzlängen einsparen, wenn Heizungsrohre hinter einer Sockelleiste verlegt werden.

Schlitze stemmen
Müssen nachträglich Schlitze mit der Hand gestemmt werden, muss man dabei berücksichtigen, dass es bestimmte Vorschriften für einzelne Mauerstärken über die zulässigen Schlitztiefen gibt. Dadurch soll erreicht werden, dass die Wand nicht unzulässig stark geschwächt wird. Nicht zulässig sind z. B. Schlitze an Schornsteinen.
Der Einsatz von schweren Meißel- oder Bohrhämmern kann vor allem bei altem Mauerwerk aufgrund der Erschütterungen gefährlich werden.
Schlitzverläufe und -tiefen sollten in Zweifelsfällen mit einem Fachmann abgeklärt werden.

Deckendurchbrüche
Deckendurchbrüche können mit einem Kompressor weitaus schneller hergestellt werden als mit Fäustel und Meißel. Vor Arbeitsbeginn sollte man sich über den Deckenaufbau klar sein.

Rohrdurchführungen
Aufwändige Stemmarbeiten und anschließende Mauerarbeiten kann man sich sparen, wenn man einen Bohrhammer einsetzt, der durch Mauerwerk oder Beton Durchführungen bis zu einigen Zentimetern Stärke herstellt. Solche Geräte kann man im Fachhandel ausleihen.
Bei vielen Mauersteinen (z. B. Ziegel, Gasbeton usw.) lassen sich Rohrdurchführungen auch mit einem Fräsaufsatz auf Bohmaschinen herstellen.



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