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Richtig feilen

Gespeichert unter: Metallarbeiten, Werkzeug — Oliver at 8:18 on Freitag, Mai 5, 2006

Wer plant Metall zu bearbeiten, sollte sich mit dem entsprechenden Werkzeug und den Techniken im Umgang mit diesen vertraut machen. Zu diesen Werkzeugen gehören auch die Feilen und ihre Handhabung. Feilen sind Werkzeuge zum Entgraten, Abrunden, Abflachen und ,bedingt auch, Formen von metallischen Werkstoffen. Keine Maschine kann so genau wie der Mensch diese Arbeit ausführen.
Für den Materialabtrag beim Feilen sind die schräg laufenden Kerben verantwortlich. Sie werden als Hiebe bezeichnet. Die Hiebe sind bei verschiedenen Feilen unterschiedlich ausgeführt, wodurch sie sich in der Abtragsleistung unterscheiden. Man unterscheidet grob 3 verschiedene Feilenarten nach ihrem Hieb:

  • Schlichtfeilen haben nur einen feinen Hieb und dienen zum Glätten und exakten Anpassen von Oberflächen.
  • Bastardfeilen weisen einen mittleren Hieb auf und eignen sich für Arbeiten, wo mittlerer bis feiner Abtrag gefragt ist.
  • Schruppfeilen sind Feilen mit einem groben Hieb und sind für das Formen und Brechen von Kanten gut geeignet.

Feile mit Doppelhieb
Feile mit Doppelhieb


Feilen gibt es mit einem oder doppelten Hieb. Die Feilen mit einem Hieb sind besonders für Werkstoffe wie Aluminium, Messing und Zinn geeignet. Für härtere Metalle empfehlen sich die Doppelhiebfeilen. Durch zwei über Kreuz verlaufende Hiebe sind sie für diese Aufgabe besonders geeignet. Grundsätzlich gilt die Regel: Je härter ein Werkstoff ist, umso feiner sollte der Hieb der Feile sein. Feilen sind aus einem besonders harten Stahl und mögen deshalb keine Stösse und den Kontakt mit anderen Feilen. Wenn sie lange Freude an Ihren Feilen haben wollen, lagern Sie sie sorgfältig von eiander getrennt.
Die Bearbeitung von Werkstücken mit einer Feile macht es nötig, dass das Werkstück fixiert ist. Ist das Werkstück, zum Beispiel im Schraubstock, eingespannt, kann mit der Arbeit begonnen werden. Dazu nimmt man die Feile in beide Hände. Die eine Hand umfasst das Heft der Feile und führt sie. Die andere Hand ruht mit dem Ballen auf dem Feilenende. Der Abtrag erfolgt nur beim Vorschieben der Feile. Dies geschieht mit einem gleichmäßigen Druck auf Feilenende und -heft. Der Druck wird während des Zurückführens der Feile vermindert. Die Feile sollte immer einen 45° Winkel zum Werkstück aufweisen.




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