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Putz- und Verblendsteinfassaden hydrophobieren


Putzfassade hydrophobieren
Die Ursache schadhafter Fassadenanstriche ist zu viel Feuchtigkeit, die ins Mauerwerk oder den Putz eindringen konnte. In der kalten Jahreszeit kondensiert die Feuchtigkeit zu Wasser, das gefriert, sich dabei ausdehnt und so im günstigeren Fall die Farbschicht von der Wandfläche abdrückt. Falsch gewählte Mauersteine, ungenügende Isolierung gegen aufsteigende Feuchtigkeit oder schlechter Mörtel sind nur einige Baumängel mit dieser Auswirkung. Schwerwiegendere Schäden sind zu befürchten, wenn dabei sogar Stein- oder Putzflächen zerstört werden. Erhöhte Wärmeverluste bei einschaligem, feuchtem Mauerwerk sind ein weiterer Nachteil.
Wenn sich die Ursachen nicht mehr ändern lassen, kann eine Imprägnierung der Fassadenfläche bei mineralischen Baustoffen helfen. Mit einer Siloxanlösung (Siliciumverbindung), die sich chemisch mit dem mineralischen Untergrund verbindet, lässt sich das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern. Ein nachfolgender Neuanstrich hält sicher. Bei dieser Art der so genannten Hydrophobierung (wasserabweisend machen) rechnet man bei fachgerechter Ausführung mit einer Haltbarkeit bis zu 15 Jahren, unter einem intakten Fassadenanstrich ist die Haltbarkeit wesentlich länger.
Zuerst die Wandfläche von allen losen Farbteilchen befreien. Bei kleinen Flächen per Hand mit Drahtbürste und Stoßspachtel, größere Flächen mit rotierender Drahtbürste im Winkelschleifer, einem Hochdruckreiniger oder mit chemischen Mitteln arbeiten.
Ein paar Tage Sonnenschein sollten die Flächen gut getrocknet haben, damit sie reichlich Imprägnierung bis zur Sättigung aufsaugen können. In zwei bis drei direkt aufeinander folgenden Anstrichen. Flächenstreicher, Streichbürste oder Farbroller eignen sich zum Auftragen. Besonders rarationell und gleichmäßig erfolgt der Auftrag mit dem Drucksprühgerät. In jedem Fall die Umgebung gegen Spritzer oder Sprühnebel schützen.
Für die Werkzeugreinig sollte man das zum jeweiligen Produkt passende Lösemittel verwenden. Notfalls reicht auch Testbezin. Etwas umwelt- und verarbeitungsfreundlicher sind in Alkoholen gelöste Siloxane.



Verblendsteinfassade hydrophobieren
Die Ursache für feuchtes Mauerwerk muss nicht immer an Baumängeln liegen. Eine ungünstige Lage an der Wetterseite kann bewirken, dass in die äußere Oberflächenschicht vom Baustoff aufgenommenes Wasser nicht abtrocknen kann. Mit der Zeit kann sich die Wand nahezu vollsaugen. Ausblühungen (vom Wasser an die Oberfläche der Wand transportierte Salze) oder schlechte Wärmedämmung bei einschaligem Mauerwerk sind nur zwei der möglichen Folgen.
Bel gestrichenem oder verputztem Mauerwerk sollten schon diese Schichten die Durchfeuchtung ausschließen. Bei unbehandelten Verblendsteinen lassen Sich ungünstige Voraussetzungen mit einer wasserabweisenden Imprägnierung auf der Basis von Silikonnarz korrigieren. Durch das Harz wird das Mauerwerk so wasserabweisend, dass Regen in Tropfen abperlt. Es verändert weder den Originalfarbton der Steine, noch deren Durchlässigkeit für Wasserdampf.
Für stark alkalischen Untergrund über einem pH-Wert von 12,0, wie z. B. Sicht- oder Porenbeton, sind Imprägnierungen auf der Basis von Siloxan geeigneter.
Oft genügt schon das Abbürsten mit einem Stielschrubber. Verfestigten Schmutz muss man allerdings mit intensiver wirkenden Methoden angehen.
Die Imprägnierung kann man zwar auch mit Pinsel, Streichbürste oder Farbroller auftragen. Mit einem Drucksprühgerät lässt sich das Mauerwerk leichter so satt tränken. dass es sich wirklich vollsaugen kann. Zwei oder gar drei direkt aufeinander folgende Arbeitsgänge sind dafür notwendig. Zwischen 200 und 400 g/qm, je nachdem ob es sich um schwach oder stark saugfähigen Untergrund handelt, garantieren dauerhaften Schutz.
Beim Aufsprühen von Silikonimprägnierung beginnt man an der Oberkante und lässt das Mittel als Film am Mauerwerk herunterlaufen. Nach etwa 30 cm sollte der Film versiegen. Grundsätzlich nur bei trockener Witterung imprägnieren und die gesamte Umgebung, insbesondere Glasflächen der Fenster und ihre Rahmen und den Boden mit Plastikfolie oder aufsaugendem Karton abdecken. Besonders beim Sprühen kann auch die Umgebung leicht etwas abbekommen.



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