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Kleben mit der Heißklebepistole

Gespeichert unter: Heimwerken — Joern at 10:44 on Samstag, Januar 27, 2007

Zu den wichtigen Entwicklungen der letzten Jahre auf dem Gebiet des Klebens zählt das Heiß- oder Schmelzkleben, das auch bei Heimwerkern immer beliebter wird. Das liegt sicher auch ander kurzen Abbinzeit und am breiten Anwendungspektrum.
Die Heißklebepistolen können einiges mehr als herkömmliche Klebstoffe. z.B. Fugen abdichten oder Spalten überbrücken. Der Kleber wird in Form einer festen Patrone in die Pistole eingeführt und dort bei hoher Temperatur über eine Düse einseitig aufgetragen. Da die heiße Masse sehr schnell abkühlt, erhält man schon nach wenigen Minuten eine feste, belastbare Verbindung. Man benötigt also keine Lösungsmittel beim Heißkleben.
Klebepistolen kann man in zwei Varianten erwerben. Per Daumen drückt man die Patrone ins Gehäuse, das ist die eingfachere und preisgünstigere Pistole. Bei den mechanischen Geräten übernimmt ein Abzug den Klebevorschub. Bei einigen geräten sorgt eine elektronische Temperaturregelung dafür, dass die optimale Arbeitstemperatur in kürzester Zeit erreicht und konstant gehalten wird.
Der Handel bietet neben den Universalklebepatronen auch spezielle Klebepatronen zum Kleben von Holz, Leder und Keramik an. Zum Verfugen werden besondere Abdichtklebepatronen verwendet. Im Gegensatz zum Klebstoff aus Tuben, Flaschen oder Dosen ist eine Pistole nicht sofort einsatzbereit. Sie muss erst aufgeheizt werden, was je nach Gerät etwa 3 bis 6 Minuten dauert. Ab diesen zeitpunkt verflüssigt sich die Masse zwar, aber ein konstanter Temperaturverlauf ist erst nach 10 bis 15 Minuten zu erwarten. Für kleinere Klebearbeiten kann der Pistole kurzfristig genügend Kleber entnommen werden. Bei einem höheren Verbrauch benötigen einige Geräte schon bald eine Pause, bis die neue Masse nachgeschmolzen ist. Nur heißer Haftstoff kann seine volle Wirkung entfalten. deshalb eignen sich die Klebepistolen eher zum Punktkleben als für große Flächen. Die aufgetragene Masse ist oftmals bereits abgekühlt, bevor man das Einstreichen vollendet hat. Man sollte nie zu wenig Flüssigkeit aus der Pistole drücken, denn je üppiger ein Tropfen ist, desto besser kann er die Wärme spreichern.
Das Heißkleben ist eine sehr schonende Möglichkeit, zwei Teile miteinander zu verbinden. Werkstoffe, die sonst schlecht zueinander passen, wie etwa Holz und Glas oder Metall und Kunststoff, lassen sich durch den Schmelzkleber langfristig miteinander verbinden.
Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Stoffe, die zusammengefügt werden sollen, eine kurzfristige Berührungstemperatur von 180° C bis 200° C aushalten müssen. Die Klebeflächen müssen frei von Staub, Rost, Fett und losen Partikeln sein. Glatte Flächen sollte man vor dem Kleben aufrauhen. Der Kleber wird einseitig aufgetragen und man presst dan sofort die Teile für einige Minuten zusammen. Wenn man größere Flächen verkleben will, sollte der Kleber unbedingt punktförmig aufgetragen werden. Für dünnen, dicken oder flachen Klebstoffauftrag gibt es diverse Düsen, die sich im erhitzten Zustand auswechseln lassen. Die 200 C heiße Düse sollte man mit einer Kappe verschließen, die zuverlässig vor Brandverletzungen schützt.




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