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Kalt- und Warmwasserleitungen in der Hausinstallation

Heizung & Sanitär — Joern at 9:09 pm on Freitag, September 4, 2009

Zu den klassischen Materialien für Trinkwasserrohre wie Stahl und Kupfer gibt es heute eine rReihe von Alternativen wie unter anderem Edelstahl, PVC, Polypropylen (PP) oder aber auch vernetztes Polyethylen (VPE). Das Prüfzeichen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e. G. (DVGW) als Voraussetzung für die Zulassung als Trinkwasserrohr bescheinigt unter anderem auch, dass System über spezielle Verbindungsstücke an andere Rohrwerksstoffe angeschlossen werden kann und das über Rohre mit mindestens zwei Nennweiten (für Steig- und Verteilungsleitungen) verfügt.
Für Heimwerker – und vor allem für solche, die keine Löterfahrung haben – bieten sich Kunststoffrohre an. Sie zeichnen sich durch hohe Korrosionsbeständigkeit, geringes Gewicht, glatte Rohrwandungen (und damit geringe Reibungsverluste) sowie gute Schalldämpfung und Wärmedämmung aus. Vor allem aber lassen sich Kunstoffrohre leicht verarbeiten. PVC-Rohre werden geklebt, VPE-Rohre durch so genannte Klemm-Fittings verbunden.
VPE-Rohre werden vor allem in Verbindung mit der Vorwandinstallation eingesetzt. Meist handelt es sich um Rohr-in-Rohr-Systeme. Dabei stecken die Druckrohre aus VPE in einem elastischen Schutzrohr. Diese Ummantelung bewirkt eine gute Wärme- und Schallisolierung. Die für Metallrohre typischen Fließgeräusche werden weitgehend unterbunden. Und kommt es einmal zu einer Beschädigung, ist die notwendige Reparatur verhältnismäßig leicht durchzuführen. Man löst lediglich die Verbindungsstellen des betreffenden Rohres, zieht die wasserführende Leitung aus dem Schutzrohr heraus und führt ein passendes Ersatzstück ein. Mühsame Stemmarbeiten für die Freilegung des gesamten Rohres entfallen.
Bei Kunststoffrohren, die ohne Ummantelung verlegt werden, ist die im Vergleich zu Kupfer 10-mal stärkere Längenausdehnung durch Wärme zu berücksichtigen. Bei der Befestigung solcher Rohre müssen auf jeden Fall Gleitschellen eingesetzt werden. Bei Längenausdehung und anschließendem Zusammenziehen können sich die Rohre in diesen Schellen bewegen, ohne dass es zu Geräuschen und mechanischen Beschädigungen kommt.




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