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Innenputz - Putzarten und deren Anwendugsgebiete

Abgelegt unter: Material — Joern at 10:03 pm on Montag, November 6, 2006

Innenwände kann man mit attraktiven Dekorputzen versehen. Wer dieses selber machen möchte, muss die verschiedenen Putzarten und ihre Anwendungsgebiete kennen.
In erster Linie dient Putz im Innenbereich dazu, Tapeten oder Anstriche aufzubringen, gemauerte Untergründe zu glätten oder Fliesen zu verlegen. Bei der regulierung des Raumklimas erfüllt der Putz auch eine wichtige Funktion: Im gewissen Maße übernimmt er überschüssige Luftfeuchtigkeit und gibt sie auch wieder ab.
Beim Aussenputz steht an erster Stelle die Schutzfunktion, die den Putz so wichtig macht. Er muss regenabweisend sein um zu verhindern, dass das Mauerwerk durchfeuchtet wird.
Es gibt zwei Hauptgruppen bei Putzen, die zu unterscheiden sind: Kunstoffputze und meneralische Putze. Der mineralische Putz besteht aus meneralischen Bindemitteln (Zement, Kalk der Gips) sowie aus Sand. Die Zuschlagstoffe verbinden sich unter Zumischung von Wasser chemisch und bilden je nach Art und Mischung Wandbeläge mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die meneralischen Putzmörtel werden nach diesen Eigenschaften in fünf Gruppen eingeteilt. Reine Kalkmörtel (Luftkalkmörtel, Wasserkalkmörtel, Mörtel mit hydraulischem Kalk) haben gute feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften, eignen sich aber nur als Innenputze, da sie mechanisch wenig belastbar sind.
Dagegen zeichnen sich Kalk-Zement-Mörtel (Mörtel mit hochhydraulischem Kalk oder Putz- und Mauerbinder, Kalk-Zement-Mörtel) durch gute Stabilität sowie dehnfähigkeit aus und können aussen wie auch innen verwendet werden.
Reiner Zementmörtel (Zementmörtel mit Kalkhydrat-Zusatz, Zementmörtel) ist wenig elastisch, jedoch hochbelastbar. Er wird überall dort angebracht, wo es besonders feucht werden kann.
Gipsmörtel (Gipsmörtel, Gipssandmörtel, Gipskalkmörtel und Kalkgipsmörtel) können nur innen benutzt werden, da sie nicht witterungsbeständig sind. Ganz ähnliche Eigenschaften wie Gipsputz haben Anhydritmörtel (Anhydritmörtel, Anhydritkalkmörtel). In der Regel werden sie aber nur für Estriche verwendet.
Mit organischen Bindemitteln stellt man Kunstharzputze her. Sie lassen sich leicht verarbeiten, werden im Innen- wie im Aussenbereich meistens als dekorative Oberputze verwendet und als gebrauchsfertige Mischung angeboten. Kunstharzputze gibt es in verschiedenen Farben und Körnungen.

Putzmörtel richtig aufziehen und glätten
Eine gute Haftung auf dem Untergrund ist die wichtigste Voraussetzung für einen gelungenen Putzauftrag.
Der Putzgrund muss staubfrei sowie sauber sein und stakr saugende Untergründe sollten mit Tiefengrund vorbehandelt werden. Bei Beton oder Kalksandstein, die zu den schwachsaugenden und glatten Untergründen gehören, muss zunächst ein dünnflüssiger Spritzwurf aufgebracht werden. der Spritzwurd mach die Oberfläche rau und gleichzeitig wird die Haftfläche für den Putz vergrößert.
Beim Verputzen liegt die größte Kunst darin, eine möglichst flucht- und lotgerechte sowie glatte Fläche zu erzielen. Man braucht sogenannte Putzleisten oder Putzlehren um dies zu erreichen, die in regelmäßigen abständen an die Wand gesetzt werden und zwischen denen man den Putzauftrag mit einer langen Aluschiene oder mit der Kartätsche abziehen kann. Die Eckschienen sind die wichtigsten Hilfsmittel. Sie haben rechts und links von der glatten Aussenkante einen Streifen Steckmetall mit Rautenförmigen Aussparungen und bestehen aus verzinktem Stahlblech. Solche Eckschienen gibt es auch mit wetterfest beschichteten Kanten und sind im Aussenbereich zu verwenden.
Die Eckschienen werden an allen Aussenecken vor dem Verputzen mit einzelnen Mörtelbatzen angesetzt. Die Eckschienen schneidet man in der erforderlichen Länge ab, gibt etwa alle 50 cm einen Mörtelbatzen auf die Kante des Mauerwerks und drückt die Schiene dann vorsichtig an. Zum Andrücken nimmt man am besten eine lange Aluschiene, an der gleichzeitig eine Wasserwaage gehalten wird. Auf gleiche Weise befestigt man innerhalb der Wandflächen Schnellputzleisten. Auf dem Bau spritzen die Profis den Putz mit Machinenhilfe an die Wand, bevor sie ihn glätten. Der Heimwerker muss das mit der Kelle erledigen. Der frische Putz wird anschließend zunächst großflächig mit der Aluschiene über den Putzlehren abgezogen und dann gleichmäßig abgerieben.
Die Fläche des Grundputzes darf ein wenig rau bleiben, wenn anschließend noch ein Oberputz als Feinschicht aufgetragen wird. es muss mit der Glättkelle und dem Filzbrett Feinarbeit geleistet werden, wenn im Innenputz dagegen tapeziert oder gestrichen werden soll.




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