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Für jeden Zweck die richtige Säge

Abgelegt unter: Holzarbeiten, Werkzeug — Joern at 3:30 pm on Montag, Juli 23, 2007

Nicht jede Säge ist automatisch für jeden Schnitt oder jede Holzart geeignet. Folgende Übersicht gibt einen Einblick, welche Säge für welchen Zweck eingesetzt wird:
1. Die Tischlersäge, die ein breites Blatt mit mittelfeiner Zahnung aufweist, verwendet man zum Ablängen von Brettern und für gerade Längsschnitte im Randbereich. Mit der Tischlersäge arbeitet man auf Stoß.
2. Ein Fuchsschwanz mit seiner groben Zahnung eignet sich zum Zerteilen größerer Platten, zum Ablängen von Kanthölzern und mittedicken Brettern. Mit dem Fuchsschwanz arbeitet man ebenfalls auf Stoß. Mit einem elektrischen Fuchsschwanz kann man gleich mehrere Bretter auf einmal oder einen dicken Balken durchsägen.
3. Eine Feinsäge kommt dann zum Einsatz, wenn die Bretter und Leisten dünn bis mitteldick sind.
4. Mit der Stichsäge, die ein feines, sich zur Spitze hin verjüngendes Blatt aufweist, lassen sich Rundungen in Brettern oder Platten sägen. Dies geht natürlich mit einer elektrischen Stichsäge, die sehr vielseitig einsetzbar und außerordentlich wendig ist. Je nach bedarf kann man hier feinere oder gröbere Sägeblätter einsetzen.

Pflege der Säge
Wenn der Heimwerker seine Säge nach dem Gebrauch sachgemäß pflegt, hat er länger Freude dran. Sind die Sägen etwa nach dem Gebrauch mit Harz verklebt, sollten sie mit Terpentin oder Universalreiniger gesäubert werden. Rost kann man mit einer feinen Stahlwolle und Spiritus zur Leie rücken. Zum Schutz vor neuerlichen Rost sollten die Sägeblätter mit Öl eingebrieben werden. Handsägen sollten nach Möglichkeit in einer stabilen Vorrichtung aufgehängt werden.

Werkstück einspannen
Um einen sauberen Schnitt zu erhalten, sollte das Werkstück gut eingespannt werden. Hier wäre eine stabile Werkbank mit Einspannvorrichtung, wie sie auch von Schreinern benutzt werden, das beste. Falls man keine derartige werkbank zur Verfügung hat, kann man sich auch mit Klemmzwingen behelfen, mit denen das Werkstück an einen stabilen Tisch befestigt wird. Um die Holzoberfläche beim Einspannen nicht zu beschädigen, sollten Beilagen aus Pappe oder dünnes Holz verwendet werden.
Bei der Verwendung elektrischer Sägen, etwa der elektrischen Stichsäge, der Handkreissäge oder des elektrischen Fuchsschwanzes, sollte zum Schutz der Augen vor eventuell aufwirbelnden Spänen eine Schutzbrille getragen werden.

Verwendung der Handkreissäge
Wer sehr häufig mit Holz arbeitet, sollte die Investition einer elektrischen Kreissäge in Betracht ziehen. Mit dieser können lange, gerade Schnitte ausgeführt werden, die mit einer zusätzlichen Führungsschiene perfekt gelingen. Zudem erfordert die Maschine sehr wenig Kraftaufwand, das sie auf dem Werkstück liegt und beim Sägen vom Körper weggeschoben wird.

Wenn man ganze Kreise aus einer Platte heraussägen will, kommt die Stichsäge zum Einsatz, mit deren sich zur Spitze hin verjüngendem Blatt Kreise ohne Probleme ausführbar sind. Zuerst zeichnet man sich den Kreisausschnitt exakt an. Im Abfallteil bohrt man ein Loch, in das die Stichsäge angesetzt wird; von dort aus arbeitet man sich vor, bis die vorgezeichnete Kresilinie erreicht ist, an der man dann entlang sägt. Für besonders enge Kurven gibt es ein spezielles Kurvensägeblatt.
Wenn die Säge auf der angezeichneten Bleistiftlinie (Anriss) angesetzt wird, wird das Werkstück um den Sägeschnitt, also um die Breite des Sägeblatts, zu kurz. Um das Werkstück maßgenau zuzuschneiden, muss die Säge daher neben dem Anriss auf der abfallseite angesetzt werden. Sollen beiden auseinander gesägten Teile genutzt werden, muss der Sägeschnitt bereits beim Kauf mit berücksichtigt werden.
Will man an seinem Werkstück Löcher oder kleine Scheiben ausschneiden, können diese relativ einfach mit speziellen Lochaufsätzen für Bohrmaschinen bewerkstelligt werden. Diese Aufsätze sind in den verschiedensten Größen im Baumarkt erhältlich.
Mit einer elektrischen Stichsäge lassen sich so genannte Gehrungsschnitte-Schrägschnitte im 45°-Winkel - völlig problemlos herstellen. Dazu schwenkt man einfach die Fußplatte um 45° zur Seite. Will man Gehrungsschnitte mit einer Handsäge herstellen, kommt eine Gehrungslade zum Einsatz, deren versetzte Schlitze die Säge exakt im 45°-Winkel durch das Holz führen.




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