Material
Dispersionsklebstoffe
Bei Dispersionsklebstoffen sind die Feststoffe Kunstharze, die in Wasser kleinst verteilt, aber nicht gelöst sind.
Auch die historischen Kleister und Leime bestanden aus Wasser und kleinen Partikeln von Mehl, Haut, Knochen, Käse, Baumharz oder Fischmehl. Zu Dispersionsklebstoffen zählen heute Holz- bzw. Weißleime.
Das Basismittel Wasser sorgt dafür, dass der eigentliche Klebstoff, das Kunstharz, an die Stellen transportiert wird, an denen es wirken soll. Voraussetzung ist deshalb, dass die zu verklebenden Teile - in diesem Falle Holz - Wasser aufnehmen und verdunsten lassen können. Wenn das Wasser seine Lösung- und Transportfunktion erfüllt hat, muss es wieder entweichen können. Nur dann kann das Kunstharz abbinden und damit kleben.
Dispersionsklebstoffe sind relativ flüssig eingestellt, damit sie sich auch auf größere Flächen gut verteilen lassen. Eine gleichmäßige Auftragsdichte erreicht man mit einem Pinsel. Frisch aufgetragener Weißleim lässt sich mit Wasser entfernen. Nach dem Trocknen ist er aber nicht mehr wasserlöslich!
Holzleime sind in der Regel milchig weiß und trocknen transparent auf. Beim Einsatz von Holzleim ist es wichtig, unter den verschiedenen Typen den richtigen, d. h. den dem Klebefall angemessenen Dispersionskleber auszuwählen. So empfiehlt sich für alle Holzarbeiten ohne besondere Ansprüche ein normaler Holzleim. Falls eine schnelle abbindezeit erforderlich ist, sollte man zu einem Dispersionskleber mit niedrigeren Wasseranteil greifen. Für Arbeiten, die wasser- und witterungsbeständig sein müssen, wählt man einen wasserfesten Holzleim. Sonderfälle wie Verleimungen von lackierten oder beschichteten Flächen mit Holz verlangen ein spezielles Holzleim-Produkt.
Tags: Holzarbeiten, klebstoffe,, Leim,
Letzte Änderung des Artikels: 2008-02-10 20:23
Verfasser des Artikels: Jörn
Revision: 1.0
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