Eigenschaften und die verschiedenen Sorten von Gips
Gips ist zum Verputzen von Innenwänden ebenso geeignet wie zum Verfugen von Zwischenwänden. Voraussetzung für eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit der Gipsarbeiten ist vor allem eines: Übermäßige Feuchtigkeit in den Räumen ist zu vermeiden. Hier ist Grundvoraussetzung, dass richtig isoliert und gedämmt wird bzw. wurde.
Darüber hinaus stellt ein Gipsputz einen hervorragenden Feuerschutz dar, da Gips ein schwer entflammbares Material ist. Gipsputze sind aber auch gute Wärme- und Schallschutzisolierungen. Nicht zu unterschätzen ist die Rolle, die Gips für ein angenehmes Raumklima spielt: Er entzieht der Luft überschüssige Feuchtigkeit oder sorgt in zu trockenen Räumen für ein gesundes Maß an Luftfeuchtigkeit. Ein weiterer Vorteil des Gipsputzes ist schließlich die Tatsache, dass ein solcher Putz einen ausgezeichneten Untergrund für alle möglichen Abschlussarbeiten wie Tapezieren und Sreichen bietet.
Die verschiedenen Gipssorten:
Je nach verwendetem Gips und Zuschlagstoffen, die das Endprodukt ändern oder verbessern, erhält man unterschiedliche Gipssorten. Entscheidend für Gips ist eine Körnung, seine Haltbarkeit und seine Farbe (Weißheit). Je feiner ein Gips ist, um so glattere Oberflächen erhält an. Wie weiß oder haltbar ein Gips ist, ist besonders für Deckputze wichtig. Die Erhärtungszeit ist ziemlich kurz - in der Regel dauert sie vier bis fünf Minuten. Einige Gipse haben jedoch längere Erstarrungszeiten, was aber auch wieder die Verarbeitungszeiten erhöht.
- Stuckgips: Dieser Baugips zeichnet sich besonders durch seine rasche Versteifung aus. Verwendet wird Stuckgips für die Herstellung von Innenputzen und für Stuck- und Formarbeiten sowie zur Erzeugung von Gipsbauplatten.
- Putzgips: Obwohl Putzgips früher zu Versteifen beginnt als Stuckgips, lässt er sich doch länger bearbeiten. Vorrangiges Anwendugsgebiet ist die Herstellung von Innenputzen.
- Mörtelgips: Durch besondere Zusatzstoffen versteift Mörtelgips spät und findet für die Herstellung von Innenputzen Verwendung.
- Haftgips: Verwendet wird Haftgips vor allem für die Herstellung dünner, vorzugsweise einlagiger Innenputze.
- Ansetzgips: Besondere Zusatzstoffe bewirken ein langsames Versteifen dieses Gipses, aber auch eine bessere Haftung an Gipskartonplatten. Aus diesem Grund werden Ansetzgipse vor allem zu ansetzen von Gipskartonplatten als Wand-Trockenputz verwendet.
- Fugengips: Bestimmte Zusatzstoffen haben hier zur Folge, dass das Wasserrückhaltevermögen des Gipses verbessert wird, was ein lagsameres Versteifen bedeutet. Fugengips wird vor allem zum Verbinden von Gipsbauplatten verwendet.
- Spachtelgips: Dieses Produkt gleicht durch den Zusatz von besonderen Stoffen sehr Fugengips. Hauptanwendugsgebiet ist das Vespachteln von Gipskartonplatten.
- Marmorgips: Dieser früher fälschlicherweise “Marmorzement” genannte Gips, wird vor allem zum Verfugen von Fliesen- und Plattenbelägen verwendet, da seine Versteifung langsam ist.