Die richtigen Dübel für Leichbauwände
Das Befestigen von Gegenständen und Schränken an Leichbauwänden ist bei der Wahl der richtigen Dübel überhaupt kein Problem. Handelt es sich um eine Ständerwand aus Kanthölzern, kann bereits beim Erstellen des Ständerwerks die spätere Montage beispielsweise von Küchenhängeschränken berücksichtigt werden, indem man zusätzlich in entsprechender Höhe Querriegel einbaut. Dann lassen sich die Schränke später ganz einfach mit Holzschrauben befestigen, die in den Querriegel eingeschraubt werden.
Ansonsten wählt man für gipsplattenbeplankte Wände Kunststoff-Hohlraumdübel von 8 bis 10 mm Durchmesser. Bei 12,5 und 15 mm dicken Platten werden damit Belastbarkeiten von 25 kg, bei 18 mm 35 kg und bei 25 mm dicken Massivbauplatten oder doppelter Beplankung mit 12,5-mm-Platten sogar 40 kg pro Meter Gipsplatte erzeilt.
Will der Heimwerker besonders hohe Haltewerte erzielen, kommen Metall-Hohlraum-Dübel zu Einsatz. Diese Dübel nehmen besonders hohe Lasten auf. Bei Schrauben M5 oder M6 erhöhen sich die bei Kunstoffdübeln genannten Werte je nach Plattenstärke auf 30, bzw. 40 und 50 kg.
Diese Dübel sind so konstruiert, dass sie sich durch Anziehen der metrischen Schraube in der Hohlwand auseinanderfalten und großflächig abstützen. Bei Bedarf kann die Schraube sogar ganz wieder herausgeschraubt werden, ohne dass sich der Sitz des Dübels ändert. Besonders schnell lassen sich die Dübel mit der Montagezange setzen. Man steckt den Schraubenkopf des Dübels in die Aufnahme der Zange, schiebt die Zange ins Bohrloch und drückt die Zange zusammen.
Für leichte Wände aus Porenbeton kommen ebenfalls Spezialdübel zum Einsatz (z. B. “fischer-S-Dübel). Auch der für die Verwendung in Hohlwänden zum Einsatz kommende “Universaldübel” ist geeignet. Dieser spreizt sich in Porenbeton nicht auf, sondern bildet im Wandinneren einen Bauch. Der Spezialdübel für Porenbeton ist optimal für diesen Baustoff geeignet. Durch seine spiralförmige Außenrippen erreicht der Gesamtdurchmesser des Dübels etwa den doppelten Kerndurchmesser oder Bohrdurchmesser und somit bei Quer- wie bei zentrischem Zug eine günstige Druckverteilung im Baustoff. Optimale Tragfähigkeit erreicht der Dübel aber nur bei Verwendung der exakt auf den Porenbeton-Dübel abgestimmten “fischer-Sicherheitsschraube”. Nur in Verbindung damit ist der Dübel auch bauaufsichtlich zugelassen.